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Jugendhilfe in der Schule während der Corona-Epidemie

Mit den Corona-bedingten Veränderungen in der Schule hat sich auch das Aufgabenfeld der Jugendhilfe in der Schule an der Hauptschule Innenstadt verändert. Genauso wie die Mittagsverpflegung darf der Frühbeginn (Angebot eines kostenlosen Frühstücks für bedürftige Schüler*innen) derzeit leider nicht mehr stattfinden. Sucht- und Gewaltpräventionsmaßnahmen in Klassen sind derzeit aufgrund des reduzierten Stundenplans, der Hygienevorschriften und des Unterrichts im Schichtbetrieb (halbe Klassenstärke) nicht möglich.

Während in Zeiten des Homeschoolings vor allem das Ermitteln und Beseitigen von Gründen für nicht erledigte Aufgaben sowie ein intensiver Austausch mit der Koordinierungsstelle für Schulabsentismus über die erfolgten Schulpflichtverletzungsanzeigen im Vordergrund stand, liegt derzeit der Schwerpunkt in der Unterstützung der Schüler, die auf eine Berufsschule wechseln, bei der Einhaltung von Terminen für die Sprachstandfeststellung, die Anmeldegespräche, sowie das Zusammentragen der erforderlichen Unterlagen. Besonders auffällig ist, dass aufgrund der halben Klassengrößen, und sicherlich auch der Abstandsregeln, der Aufgabenbereich Konfliktschlichtung, der sonst viel Zeit beanspruchte, nahezu weggefallen ist. Auch Schüler und Lehrkräfte berichten von einer deutlich entspannteren Unterrichts- und Lernatmosphäre aufgrund der deutlich kleineren Klassen. Es wäre daher wünschenswert, wenn diese positiven Erkenntnisse aus der Corona-Krise auch für zukünftige Planungen im Bildungssektor mit berücksichtigt werden.

Fotos: Karsten Marek

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