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Liebe Freunde und Interessierte,

aufgrund der aktuellen Situation sagt man das C-Wort ja nicht so gerne. Nichtsdestotrotz spüren auch wir die Auswirkungen auf unseren Verein und unsere Planungen deutlich. Wie wir damit umgehen, möchten wir kurz skizzieren:


Der Bereich Medien ist insofern betroffen, dass Projekte, Fachtagungen und persönliche Beratungen größtenteils nicht stattfinden können. Wir reagieren auf die neuen Umstände und arbeiten an Ideen und Konzepten, wie Medienarbeit in Zeiten von Social Distancing funktionieren kann. In digital vernetzten Zeiten können medienpädagogische Angebote auch von zuhause aus stattfinden, wenn dafür die richtige Ausrüstung vorhanden ist. Darin unterstützen wir beispielsweise Jugendzentren wie das Haus der Jugend.

Kinder und Jugendliche sind im Moment auf die Nutzung von Smartphone, Laptop und Co. deutlich stärker angewiesen als sonst schon. Schule, die Kommunikation mit Freunden und sogar der Tanz- oder Gitarrenkurs finden online statt. Dazu gesellt sich noch der Faktor Langeweile, so dass die Bildschirmzeit natürlich steigt. Das ist normal und stellt Eltern und Erziehungsberechtigte doch vor viele Fragen. Wie viel Bildschirmzeit ist okay? Was sind die Alternativen? Welche Onlineangebote sind wertvoll, welche gefährdend für Kinder? Eine pauschale Antwort gibt es sicher nicht, hier aber einige Tipps und Links, die hilfreich sein könnten:

– Statt die Bildschirmzeit fest zu begrenzen, lieber Zeiträume am Tag einführen, an dem zuhause in der Familie kein Bildschirm genutzt wird. Für diese Zeiträume mit den Kindern überlegen, was zusammen unternommen werden kann. Wichtig: Mit den Kindern im Vorhinein Regeln und Zeiten besprechen, das vermeidet Streitigkeiten.

– Kinder wollen Informationen zum Thema Corona. Altersgerecht aufgearbeitete Nachrichten bietet zum Beispiel die KiKa Nachrichtensendung logo online und im Fernsehen. Wichtig ist, mit den Kindern über das Gesehene zu sprechen und auf Fragen einzugehen.

– Jugendliche suchen sich ihre eigenen Informationskanäle und tauschen sich vor Allem mit Freund*innen darüber aus. Die Menge an Informatiosnmöglichkeiten zu durchschauen und Seriöses von Spekulativem zu trennen, ist nicht einfach (Stichwort Fake News). Auch hier sind Gespräche und Austausch mit Eltern und Anderen ungemein wichtig.

– Neue, altersgerechte Apps und Spiele finden sich zum Beispiel auf Klick-Tipps.

– Jetzt ist die Zeit, um programmieren zu lernen! Mit Scratch können Jugendliche und Kinder nach dem Baukastenprinzip eigene Programme, Apps und Spiele basteln.

– Weitere Infos und Tipps zu Mediennutzen von Kindern und Jugendlichen während der Beschränkungen bietet Schau Hin.

Wenn Sie als Elternteil, Pädagog*in oder Jugendliche*r selbst Fragen oder weitere Tipps benötigen, wenden Sie sich gerne an Stephan Apel (Eltern-Medien-Trainer) oder Steffen Tobergte.

Natürlich denken wir auch an die Zeit nach den Beschränkungen und planen voraus, um uns hoffentlich bald nicht mehr nur mediale Räume teilen zu können!


Was passiert zurzeit im Jugendbereich?

Die Ökomaile, ein Umweltfestival, das in diesem Jahr bereits zum fünften Mal beim Büdchen am Westerberg mit diversen Aktionen und Live-Musik am 16. Mai stattgefunden hätte, musste leider abgesagt werden. Das Ökomailen-Team, bestehend aus Schüler*innen und Studierenden, bleibt über Facebook und Instagram dennoch weiter aktiv und bietet Initiativen, Organisationen und Musiker*innen eine Plattform zum Austausch in Sachen Umwelt. Nähere Infos unter www.oekomaile.de

Der für den 31. August geplante Einsendeschluss für den Jugend-Medien-Wettbewerb wird bis zum 31.12.2020 verlängert. Momentan kommunizieren wir diese Möglichkeit mit den Förderern und Kooperationspartner*innen. Dann haben Kinder und Jugendliche bis 21 Jahren noch länger Zeit, ihre filmischen, dokumentarischen und digital-künstlerischen Beiträge einzureichen. Aktuelle Informationen und Anmeldung zum Wettbewerb gibt es unter www.jugendmedienwettbewerb-os.de

Außerdem werden momentan die Jugend-Kultur-Tage geplant. Im Mai und Juni 2021 wird es ein abwechslungsreiches Programm mit vielen Aktionen, Workshops und Veranstaltungen von und für junge Menschen geben.


Mit genauem Blick auf die Politik und in engem Kontakt zur Verwaltung versuchen wir im Kulturbereich so gut es geht ’normal‘ zu planen und Veranstaltungen unter dem gültigen Stand der Hygiene- und Abstandsregelungen durchführbar zu machen. Wo wir dem nicht gerecht werden können, suchen wir on- wie offline nach möglichen Alternativen und verfolgen in diesem Jahr umso mehr das Ziel, für alle, die nicht verreisen, ein abwechslungsreiches und günstiges Stück Sommerurlaub in die Stadt zu holen.

Für viele Veranstaltungen wie den Osnabrücker Samstag oder die Kulturspaziergänge auf dem Hasefriedhof entscheidet sich erst in den nächsten Wochen, ob sie stattfinden können. An der Kabarettreihe Kultur im Innenhof wird gerade an einem Konzept mit entsprechendem Sicherheitsabstand gefeilt. Wie so oft werden wir kurzfristige, flexible und lösungsorientierte Varianten erarbeiten.

Auf jeden Fall ausfallen werden müssen das Kleine Fest in den Höfen, der Stummfilm mit Livemusik auf dem Marktplatz sowie das Altstadtfest Folk im Viertel, da sie alle mit jeweils mehr als 1.000 Besuchern als Großveranstaltung zählen. Aufgrund der Kurzfristigkeit vieler Entscheidungen wird das beliebte Heft zum Sommerkulturprogramm voraussichtlich in einer digitalen und/oder abgespeckten Variante erscheinen.


Die Angebote der von uns geleisteten Schulsozialarbeit an den Schulen Hauptschule Innenstadt und Felix-Nussbaum-Schule richten sich nach den jeweils gültigen Regelungen bzw. Öffnungen der Schulen. Nähere tagesaktuelle Informationen zu den Standorten unter www.hauptschule-innenstadt.de bzw. www.fnsos.de